Info Lichttherapie ( bei SAD)

 

 

Was Sie dazu wissen müssen...

 

Weltweit leiden Millionen von Menschen in der dunkleren Jahreszeit unter Winterdepression, auch Winterblues,
Saisonal-affektive Depression oder fachlich SAD (Seasonal Affective Disorder) genannt.

SAD ist als Sonderform der affektiven Störungen den rezidivierenden depressiven Störungen zugeordnet. Somit
handelt es sich hierbei um eine auch schulmedizinisch anerkannte "Erkrankung".

Knapp 10% der Bevölkerung leiden an SAD; davon mehr Frauen als Männer. Rein statistisch scheint SAD ab der
dritten Lebensdekade vermehrt aufzutreten. 

Ein Problem ist dabei, das SAD oft nicht als solches erkannt wird, sondern in vielen Fällen einfach vom Arzt oder
Therapeut als Befindlichkeitsstörung abgetan wird. Dazu kommt auch oft, das manche Patienten sich nicht selbst 
und schon gar nicht anderen Personen eingestehen wollen, ein psychisches Problem zu haben. Hier gibt es
neben der Gefahr einer Fehldiagnose also auch große Hemmungen; quasi ein Tabuthema. Das führt dazu, das
die Betroffenen unnötig leiden. Gerade hier stehe ich Ihnen aber mit absolutem Vertrauen und höchster Diskretion
gerne helfend zur Verfügung.
Der erste Schritt ist bekanntlich der Schwerste aber ohne den geht es nicht; rufen Sie an.

Die Wolke im Kopf hängt mit vielen Dingen zusammen und kann sich vielfältig äußern. Es kann für den
Einzelnen zu einer enormen Belastung kommen. Nicht zuletzt leidet oft auch das soziale Umfeld der Betroffenen.

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Welche Symptome treten in Erscheinung?

Im Gegensatz zur saisonal unabhängigen Depression kommen bei
SAD zu den depressiven Symptomen einer bedrückten Stimmung,
Reduzierung des Energieniveaus und Ängstlichkeit auch atypische
Symptome hinzu wie Verlängerung der Schlafdauer oder
verstärkter Appetit auf Süßes (Kohlenhydratheißhunger) und
eine Gewichtszunahme. Außerdem können sich sexuelle Unlust
und verstärkte Traurigkeit aber auch Reizbarkeit bemerkbar machen.

Was sind die Ursachen?

Als Ursache werden aktuell noch immer mehrere Ansätze genannt.
Am meisten akzeptiert und auch nachvollziehbar ist eine Störung
des biologischen Tagesrythmus in Zusammenhang mit dem
Serotonin-Melatonin-Stoffwechsel des Körpers. Entscheidend sind
hier die längeren Dunkelphasen in Herbst und Winter durch die
kürzer werdenden Tage. Der Körper reagiert darauf mit einem
veränderten Stoffwechsel. Der Serotoninwert sinkt und der
Melatoninwert steigt. Grundsätzlich ist dies ein normaler
Vorgang der Natur. Jedoch leiden manche Personen verstärkt
darunter.

Leistungsfähige Lichttherapie bei Winterdepression Bild: Lichttherapie mit Hilfe der Spezialgroßflächenleuchte

Was kann helfen?
(ursächlicher Ansatz)

Da Serotonin die Blut-Hirn-Schranke nicht direkt überwinden kann, hilft eine einfache orale direkte Zufuhr von
Serotonin nicht. Auch in diesem Fall ist es daher sinnvoll, nicht oder nicht nur symptomatisch (siehe dazu weiter unten auf
dieser Seite),  sondern ursächlich zu behandeln. Das bedeutet, dem Körper muss ermöglicht werden Serotonin selber
vermehrt zu produzieren/auszuschütten, beziehungsweise die Stoffwechsellage insgesamt zu korrigieren.
Dies geschieht am einfachsten mit einer Lichttherapie. Hierbei wird mit einer speziellen und sehr starken Lichtquelle ausreichend
Licht zur Verfügung gestellt. Dieses fällt durch das Auge auf die Netzhaut; der Körper reagiert darauf mit Änderung des Stoffwechsels.
Der Vorgang ist völlig unschädlich und auch schulmedizinisch bekannt. Diese Lichtzufuhr muss jedoch gerade zu Beginn einer
Therapie im Idealfall täglich, mindestens aber so oft wie nur möglich erfolgen. Die Therapie ist frei von klassischen Nebenwirkungen
und ohne Anstrengung für den Patienten. Zu beachten ist lediglich, dass die Lichtzufuhr möglichst früh am Tage, zumindest aber am
Vormittag stattfinden sollte.

Leiden Sie stark unter SAD sollten Sie in meiner Praxis mit einer Therapie an der Großflächenleuchte beginnen. Im weiteren Verlauf
können Sie sich mit einer selbst gekauften günstigeren Version dieser speziellen Beleuchtung Zuhause weiter therapieren. Einfache
Innenbeleuchtung erreicht bei weitem nicht die nötigen Leistungswerte im Lichtstrom. Gerne werden einfachste Leuchten für diesen
Zweck angeboten. Vertrauen Sie Ihrer Gesundheit zuliebe besser auf eine höhere Qualität.

Bedenken Sie bitte, das eine Behandlung frühzeitig beginnen sollte und nicht erst dann, wenn die Symptome bereits
stark aufgetreten sind. Das bedeutet, bereits ab Spätsommer oder dem frühen Herbst muss eine Therapie im
Ansatz beginnen.

Grafik zur Lichtanwendung bei SAD

Abbildung mit Genehmigung: DAVITA® Medizinische Produkte GmbH & Co. KG

 

 

Medikamentöse Behandlung
(symptomatischer Ansatz)

Von der schulmedizinischen Seite her werden in Fällen von SAD gerne auch Antidepressiver wie zum Beispiel
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer u.a. verschrieben. Dies ist natürlich ein augenscheinlich einfacher Weg; allerdings
regelmäßig mit starken Nebenwirkungen behaftet. Von daher sollten solche Medikamente nur in äußersten Fällen und
nicht aus Bequemlichkeit Anwendung finden. Da die wenigsten Schulmediziner eine Lichttherapie anbieten können oder
wollen, erhalten Sie bei Konsultation Ihres Arztes natürlich vorzugsweise Medikamente und weniger den Hinweis auf eine
sinnvolle ursächliche Therapie, beziehungsweise direkt eine solche Therapie angeboten.

Wenn denn die Symptome trotzdem direkt behandelt werden müssen, evt. unterstützend zur ursächlichen Lichttherapie,
dann können Sie aus der Naturheilkunde zum Beispiel auf Produkte mit Rosenwurz oder Johanniskraut zurückgreifen. In einigen
Fällen wurden auch dunkler Schokolade unterstützende Effekte zugeschrieben. Aber wahrscheinlich hat hier die nötige Verzehrmenge
mehr Effekt auf die Gewichtszunahme als auf die Erkrankung. Außerdem sollte auf eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung
geachtet werden; sofern Sie dies nicht sowieso schon machen.

Ist die Situation ernster, können außerdem oral zugeführte Vorstufen von Serotonin helfen, den Spiegel anzuheben. Es gibt hier
verschiedene Möglichkeiten, unter anderem aus dem Bereich der hochwertigen Nahrungsergänzung. Diese werden im Übrigen auch bei
der Behandlung von klassischen Depressionen verwendet.
Greifen Sie hier aber bitte nicht zum nächstbesten Produkt; leider gibt es nicht nur Unterschiede im Preis, sondern auch deutliche
Differenzen in der Qualität und der Zusammensetzung. Eine Beratung ist hier auf jeden Fall ebenso nötig, wie eine Laborkontrolle einiger
Blutwerte. So kann ein deutlich zu hoher Serotoninspiegel zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Hier stehe ich Ihnen in meiner Praxis
gern mit meinem Wissen und den Laborleistungen zur Verfügung.   

Vitamine für den Körper?

In verschiedenen Fällen kann es auch nötig oder sinnvoll sein, den Körper mit speziellen Vitaminen aus dem B-Komplex zu unterstützen.
Diese sind besonders wichtig für das Nervensystem und können im Fall von SAD unterstützend wirken. Bedenken Sie aber, die
gern zitierte Regel "Viel hilft viel" ist wie eigentlich immer auch hier nicht nur falsch, sondern unter Unständen sogar schädlich.
Eine Beratung ist wie vorstehend schon genannt sehr empfohlen.

Grundsätzlich sollte überhaupt keine Selbsttherapie ohne vorherige Diagnose stattfinden. Fragen Sie immer vor Beginn einer Therapie
einen versierten Therapeuten oder Arzt. Insbesondere im Bereich der psychischen Erkrankungen kann es bei einer falschen Behandlung
zu schweren Komplikationen kommen.
Die Dosisfindung und die nötige Kombination muss individuell erfolgen. Einfach mal eine "Dose Pillen" aus dem Discounter oder
Versandhandel sind definitiv der falsche Ansatz. Denn insbesondere auch auf eine hochwertige Qualität muss hier geachtet werden.
Verzichten Sie daher nicht auf eine fundierte Betreuung durch einen geeigneten Therapeuten.


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin in meiner Praxis.
Ich helfe Ihnen gerne weiter. Sie sind selbst nicht betroffen, haben aber Angehörige und möchten Hilfe?
Auch in diesem Fall stehe ich Ihnen helfend zur Verfügung. 


Aufgrund der deutschen Rechtsprechung, weise ich darauf hin, dass die auf dieser Interpräsentation beschriebenen Therapie-
und Diagnoseverfahren teilweise auch von Fachleuten völlig unterschiedlich bewertet werden. Die abgedruckten Inhalte
geben die Meinung und Erfahrungen einzelner Patienten und Therapeuten wieder. Die Darstellungen stehen eventuell im
Widerspruch zum schulmedizinischen Wissensstand oder werden zumindest kontrovers diskutiert
und sollen und dürfen somit nicht als Heilversprechen gewertet werden.
Ebenso rate ich von jeglicher Selbstbehandlung oder Selbstmedikation ab.
Ziehen Sie immer einen geeigneten Behandler zu Rate.